Home Kulturschock Japan - in Japan erlebt
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Frühlingsmonat April – neuer Start für viele Japaner. Im April fängt das neue Schul-/Studienjahr an, viele wechseln die Arbeitsstelle oder starten ins Berufsleben. Großer Umbruch nach dem Lernstreß vieler Schüler und Studenten im Febr./März.
Wochen und Monate haben viele der jungen Japaner gebüffelt, um auf eine möglichst angesehene Schule gehen zu können. Denn der Name/Ruf der besuchten Schule ist für die spätere Laufbahn fast wichtiger als die Abschlußnoten.
Wie kann man die so voll im Schulstreß eingebundenen jungen Japaner für ein neues Leben mit Jesus Christus gewinnen? Besonders sie liegen uns am Herzen, denn auch in Japan lehrt die Erfahrung, daß viele, heute gestandene Christen in ihrer Schulzeit zum Glauben an Jesus gefunden haben. In den japanischen Gemeinden trifft man leider oft nur eine Handvoll junge Leute. Viele Jugendliche, die früher gerne zur Kinderstunde kamen, verlieren - auch wegen des oben erwähnten Lernstresses - den Anschluß an die Gemeinde.
Deshalb haben wir Herbst 2003 das christliches Jugendzentrum HOPE in Inazawa (bei Nagoya) gestartet. Ein Zentrum, wohin junge Leute einfach so kommen können, wie sie sind; wo nicht ihre Leistung zählt, sondern wo sie als Person wichtig sind.
Ein Zentrum, wo sie entspannen, spielen, abhängen,... können. Ein Zentrum, wo wir ein interessantes Programm anbieten, das junge Leute anzieht und sie gleichzeitig herausfordert, über ihr Leben nachzudenken, und durch das sie zu einem neuen Leben mit Jesus Christus eingeladen werden.
Viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene waren bereits seit dem Start des „HOPE“ bei den verschiedenen Events im und um das Jugendzentrum dabei. Etliche kommen regelmäßig zu Sprachklassen, Sport, evangelistischen Jugendevents,... Einige junge Japaner haben begonnen in der Bibel zu lesen und nehmen an Glaubensgrundkursen teil: andere sind schon auf dem Weg mit Jesus.
Beten Sie bitte dafür, daß gerade jetzt im April neue junge Japaner mit einem offenen Herzen in das Jugendzentrum HOPE kommen, Jesus begegnen und zu einem neuen Leben mit Jesus starten (ein wichtiger Termin dabei: 7.4. Konzert mit Liedermacher H. Yoneda). Beten Sie bitte zudem dafür, daß wir neue Mitarbeiter für diese missionarische Arbeit gewinnen, gerade für den musikalischen Bereich und für den evangelistischen Kinderclub. Beten Sie bitte auch, daß sich die Arbeit des Jugendzentrums während unseres Heimataufenthaltes von Mai bis August weiter gut entwickelt und in dieser Zeit besonders Gottes Segen erfährt.
Vielen Dank!
Jörg und Dorothea Eymann
www.eymanns.de
Wir schreiben das Jahr 2006 n. Chr.; es ist Freitag, der 10.Februar, 15.00 Uhr. Wir befinden uns in Japan, genauer in Inazawa, einer Kleinstadt nördlich von Nagoya. Überall sieht man Hundertschaften der Polizei; Sirenen von Krankenwagen sind zu hören. In der ganzen Stadt rotten sich spärlich mit einem Lendenschurz bekleidete Männer zusammen;

es sind hunderte, ja tausende; sie kommen aus allen Gesellschaftsschichten. Die Männerhorden tragen je einen bunt geschmückten Baum durch die Gegend; ab und an stellen sie den Baum auf, einer klettert hinauf, hüpft wieder hinunter und weiter geht es; Sake (Reisweihn) trinkend, frierend bei Temperaturen knapp über null... Ihr Ziel ist der Konomiya, der Hauptschrein der Stadt und der ganzen Gegend. Da ist er, der auserwählte „Mann Gottes“. Ihn wollen sie alle berühren, auf ihn all das Dunkle ihres Leben aus Schuld, Problemen, Krankheit, Not,.. abladen, endlich glücklich werden... Alle drängen sich zu dem Auserwählten hin; die Stimmung ist aufgeheizt, die meisten sind betrunken, die Lage spitzt sich zu; es kommt zu Reibereien, Handgreiflichkeiten; die Polizei muß einschreiten; es herrscht ein elendes Gedränge und Geschiebe; einige werden dabei verletzt,...
Es ist Samstag, 11.Februar. Nur noch der Müll erinnert an den Vortag, an das große Fest, das „hadaka matsuri“, das Nacktenfest, das hier in Inazawa seit vielen Jahrhunderten gefeiert wird und an dem jährlich Tausende von Männer teilnehmen. Zurück bleibt bei den Männer, die dabei waren, noch der große Kater und die Wunden am Körper, und bei manchen auch die Wunden an der Seele: Was hat es gebracht? Wo ist wahre Hilfe? Wo ist wahres Glück?...
Als Christen haben wir eine klare Antwort auf diese Fragen gefunden; Bei Jesus Christus, dem wahren „Mann Gottes“! Wer zu IHM kommt, findet echtes Glück, echtes Leben! Was für ein Glück!! Um diese unaussprechlich gute Nachricht möglichst vielen Japanern weiterzusagen, sind wir hier in Inazawa (mit dem Jugendzentrum gerade um die Ecke von dem Schrein). Wer betet mit für uns, daß uns das gelingt?
„Willkommen zu GTFriday…“
- ein ganz normaler Jugendabend im Jugendzentrum HOPE
17.00 Uhr: Letzte Vorbereitungen für GTFriday (GT = Get Together - „Zusammenkommen“ am Freitag) werden getroffen: Tische und Stühle stellen, Heizung anstellen, Sound und Beamer checken, Imbiss vorbereiten, Hinweisschilder aufstellen,...
18.00 Uhr: Gebetsrunde für den Abend: „Jesus, schenke es doch, daß es ein guter Abend wird...“
18.15 Uhr: Noch schnell allerletzte Vorbereitungen erledigen: Slipper (Hausschuhe) für die Gäste bereitstellen, Beamerpräsentation mit Videoclips starten, Kaffee und Tee kochen und zusammen mit dem Imbiss auf den Tisch stellen,...
18.25 Uhr: Alles ist so weit vorbereitet. Noch ist – außer uns 6 Mitarbeitern – keiner da... „Okay, laßt uns schon mal was spielen...“
18.30 Uhr: Jetzt soll GTFriday eigentlich (inoffiziell) mit Imbiss und Spielen starten, aber noch immer ist kein Gast da...
18.37 Uhr: Eine junge Frau mit ihren 2 kleinen Kindern kommt rein: „Konbanwa, Kayo-san (so heißt sie). Schön, daß du heute da bist.“ Gefolgt wird sie von einem 12-jährigen Jungen, Atsuki, ein Stammgast. Bald darauf kommt Kouki, sein etwas jüngerer Bruder. Beide fallen über den Imbiss und über die Spiele her. Sie kennen sich hier aus...
18.46 Uhr: 3 junge Erwachsene betreten das Jugendzentrum. Auch sie sind Stammgäste: „Genkidesuka? Geht`s euch gut?“ Wir essen und spielen zusammen. Eine liest ein christliches Manga (Comic), das ausliegt.
18.51 Uhr: Noch eine weitere junge Erwachsene kommt... und noch eine...
19.10 Uhr: So, wir haben ein paar Happen gegessen und schon ein wenig beim Spielen geplaudert. Der offizielle Teil des Abends kann beginnen: „GTFriday-ni youkoso. Willkommen zu GTFriday!“ Zuerst spielen wir „Ice breaker“, ein Spiel zum „warm“ werden. Danach singen wir ein lustiges Spiel mit Bewegungen. Eine weitere junge Erwachsene gesellt sich etwas schüchtern dazu. Eine Neue!
19.25 Uhr: Die Workshops fangen an. Jeder kann sich aussuchen, ob er bzw. sie lieber Kuchen backen, Englisch lernen, Steine bemahlen, Play Station spielen oder am Bibelkurs teilnehmen möchte. „Dann bis 19.55 Uhr...“
19.45 Uhr: Die Mutter von Atsuki und Kouki kommt herein. Sie kommt direkt von der Arbeit und ist ganz abgekämpft...
19.55 Uhr: Die Workshops sind beendet, die „Praise time“ beginnt. Wir singen ein paar lebendige Loblieder...
20.05 Uhr: Unsere Gäste hören meist aufmerksam der biblischen Kurzbotschaft zu. Es geht um den Tod Jesu. Für die meisten ist das Gesagte neu, daher interessant, teilweise aber auch unverständlich. Atsuki sitzt in der ersten Reihe, damit er alles genau mitbekommt.
20.15 Uhr: Wir singen noch ein letztes Lied. „Herr, dein Name sei erhöht...“ Dann gibt es die Infos über die nächsten Veranstaltungen im HOPE.
20.23 Uhr: „Super, daß ihr heute bei GTFriday dabei wart. Es gibt jetzt noch was zu Essen und zu Trinken. Laßt es euch schmecken!!“ Damit ist der offizielle Teil beendet.
20.24 Uhr: Die Reste vom Imbiss und der „Workshop“-Kuchen finden reißenden Absatz. „Wer nicht kommt zur rechten Zeit...“ Eine Gruppe beginnt Jenga zu spielen, eine andere Jungle Jam. Zwei spielen Tischtennis auf einer MiniTTPlatte (aus Platzgründen). Überall hört man Lachen.
20.55 Uhr: 2 junge Erwachsene sitzen etwas abseits mit unserer japanischen Mitarbeiterin. Sie möchten besser verstehen, warum Jesus am Kreuz sterben mußte. Atsuki sieht sich den „Jesus“-Film auf Video an und liest dabei eine Manga(Comic)-Bibel.
21.35 Uhr: Die ersten Gäste gehen nach Hause. „Sayounara. Bis zum nächsten Mal...!“
21.55 Uhr: Es wird langsam Zeit, daß wir aufräumen. Auch die Gäste packen mit an. Tische und Stühle aufräumen, Tassen und Teller spülen, staubsaugen, Hinweisschilder reinholen, Verstärkeranlage incl. Micros abbauen,...
22.25 Uhr: Alles ist so weit wieder an Ort und Stelle. „Laßt uns Jesus noch für den Abend danken.“ Wir Mitarbeiter beten noch zusammen. Ein paar Gäste hören still zu.
22.36 Uhr: Wir nehmen Abschied voneinander. „Oyasuminasai! Schlaft gut!“ Wir schließen müde die Tür, machen die Lichter und die Heizung aus und tragen die letzten Sachen zu uns nach oben in die Wohnung. Ein langer GTFriday-Abend liegt hinter uns...
Dankbar sind wir, daß ein „harter Kern“ von ca. 10-15 Personen regelmäßig GTFriday und GTSaturday (mit einem ähnliches Programm am Samstagnachmittag) besuchen. Bitte beten Sie mit uns dafür, daß wir noch mehr Kontakt zu Teenagern und Jugendlichen bekommen und sie durch die verschiedenen Veranstaltungen im Jugendzentrum von Jesus hören. Beten Sie dafür, daß junge Leute wie Atsuki Jesus begegnen und von ganzem Herzen für ihn leben. (14.04.2004)
“Was?!? Gibt`s doch gar nicht!!! Das soll schon ein Jahr her sein?!? Es war doch erst gestern, daß das Jugendzentrum HOPE seine Pforten geöffnet hat...“ So oder ähnlich empfinden wir es, wenn wir auf das erste Jahr Jugendzentrum zurückblicken. Die Zeit ist wirklich schnell vergangen. In dem einen Jahr ist wirklich auch eine ganze Menge passiert.
Unser HERR hat uns sichtbaren Segen geschenkt. Er hat uns die nötigen finanziellen Mittel gegeben. Viele Beter in Deutschland und auch hier in Japan tragen die missionarische Arbeit des Jugendzentrums geistlich mit. Wir haben auch schon ein paar japanische Mitarbeiter für die Arbeit gewonnen; Kurzzeitmissionare aus Deutschland sind uns eine große Stütze. Ein deutsches Missionteam hat für 2 Wochen besondere Farbe in unser Programm gebracht...
Über 150 junge (und auch einige ältere) Japaner sind wenigstens einmal zu einer der Veranstaltungen des Jugendzentrums gekommen; viele von ihnen haben so das erste Mal etwas von Jesus und seiner Liebe zu uns Menschen gehört. Ein paar von ihnen - vor allem junge Erwachsene - haben sich für Jesus geöffnet, haben angefangen in der Bibel zu lesen und stellen tief gehende Fragen im Glaubensgrundkurs. Sie stehen vor der Entscheidung, ob sie ganze Sache mit Jesus machen wollen, oder haben bereits begonnen, mit Jesus zu leben.
Vor allem auch Kinder aus buddhisch-schintoistischen Elternhäusern kommen. Sie wohnen in der Nachbarschaft und ihr erstes Interesse gilt dem Englischunterricht im Kinderclub. Aber auch bei dem biblischen Programmteil sind sie voll dabei, singen kräftig bei den Liedern mit und hören den biblischen Geschichten gespannt zu: Das ist etwas Neues, Interessantes, eine neue Welt tut sich für sie auf. Auch unser Sportangebot hat sich zum Renner entwickelt. Auch hier kommen viele Kinder, zudem auch Teenies und junge Erwachsene und haben viel Spaß bei Sport und Spiel.
Vieles ist aber auch unsichtbar geblieben. Nur wenige, regelmässige Besucher kommen bisher zu unseren wöchentlichen Hauptveranstaltungen am Freitagabend bzw. am Samstagnachmittag. Bei besonderen Veranstaltungen wie der Weihnachtsfeier, der Eiscremeparty, dem Grillfest,... ist unser Haus teils zum Bersten voll gewesen, aber nur wenige neue Besucher kommen ein 2. Mal. Warum? Warum kommen die Schüler aus den verschiedenen Englisch-/Deutsch-/Französischsprachklassen kaum zu den anderen Veranstaltungen? Was müssen wir verändern, damit das Jugendzentrum noch anziehender für sie wird? Und: Wieviel haben die jungen Japaner, die schon mal bei uns reingeschaut haben, von der Bibel, von Jesus mitgekommen? Haben sie die christlichen Verteilschriften und Bibeln, die sie von uns bekommen haben, gelesen? Haben sie vielleicht Fragen? Und überhaupt: Wie können wir noch mehr junge Japaner erreichen? Welche Wegen müssen wir neu gehen? Bekommen wir über die geplante offene Wochenveranstaltung mit (Englisch)Hausaufgabenhilfe, Internetzugang, Spielangebot (TT, Kicker,...), usw. neue, tiefer gehende Kontakte zu jungen Japanern?...
Wir werden es sehen! Eins ist sicher: Jesus liebt die junge Japaner, die oft so gehetzt durch die Schule und andere Verpflichtungen von morgens bis nachts durch den Alltag hasten. ER will, daß sie zur Ruhe kommen, zum Nachdenken kommen. Jesus will, daß die jungen Leute wirkliches Leben finden, daß sie IHN selbst finden. Wir sind schon sehr gespannt auf das 2.Jahr Jugendzentrum HOPE; wir sind gespannt darauf zu sehen, was Jesus hier unter den jungen Japanern alles tun wird... (Jan 2004)
„Süße Überraschungen aus Good Old Germany“
Es ist um die Mittagszeit. Wir bereiten gerade das Mittagsessen vor, da klingelt es an der Tür. Ich öffne die Tür. Vor mir steht eine um Luft ringende ältere Japanerin. Neben ihr steht ein großer gelber Karton. „Ein Paket aus Deutschland!!“ Die ältere Dame vom Paketdienst bittet mich den
Empfang des Paketes zu quittieren. Ich tue dies mit Freuden und bedanke mich für ihre große Mühe, das schwere Paket bis vor unsere Haustüre geschleppt zu haben. „Ja.“ meint sie noch immer außer Atem: „Mit solch einem großen Paket habe ich es schon lange nicht mehr zu tun gehabt!“ Die Japanerin geht, und wir schleppen mit vereinten Kräften und großer Vorfreude das schwere Paket durch unseren engen Flur zur Küche. Unser Blick gleitet kurz über den Absender: „Es ist von Max und Maria! Wo ist die Schere?“ In Windeseile befreien wir das Paket von den lästigen Schnüren und dringen in das Innere vor. Was wir dort finden, verschlägt uns den Atem. Jetzt ringen wir um Luft: „Ich glaube es nicht. Schokolade, Dosenwurst, Sosen, Pudding aus Deutschland. Und da, noch ein paar extra eingepackte Dinge. Und ein Brief. Und...“ Wir stehen staunend vor einem Berg von Dingen, die wir schon seit Jahren nicht mehr gesehen haben. Nicht das wir hier in Japan am Verhungern wären. Aber diese leckeren Sachen gibt es nun einmal nicht in Japan. Oder nur für viel Geld. Deshalb ist unsere Freude riesengroß. Wir fühlen uns reich beschenkt. „Super, wenn man so gute Freunde in Deutschland hat!“ Uns ist wie zu Weihnachten zumute, und das mitten im Hochsommer...
Szenenwechsel. Wir befinden uns in der heißen Phase kurz vor dem Beginn einer Jugendevangelisation. Die Aufgaben sind auf verschiedene Mitarbeiter verteilt, sogar die Einladezettel sind schon gedruckt. Da erreicht uns folgende Hiobsbotschaft: Zum Zeitpunkt der Evangelisation haben verschiedene Schulen kurzfristig (und für uns unvorhersehbar) Unterricht angesetzt. D.h. einige unserer wichtigsten Mitarbeiter fallen aus. Und auch deren Schulfreunde
können nicht kommen. Was sollen wir nur tun? Die Evangelisation verschieben (was bedeuten würde, einen neuen passenden Termin finden zu müssen, die Einladezettel neu drucken zu müssen, usw.)? Wir sind entmutigt und wissen nicht weiter. Zu dieser Zeit erreicht uns von einem Bekannten aus einer unserer Patengemeinden ein Brief. Er enthält folgenden Bibelvers: „Siehe ich habe dir geboten, daß du getrost und unverzagt seist. Laß dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst“ (Jos.1,9). Was für ein kraftvolles Gotteswort, was für ein Zuspruch genau zur richtige Zeit! Unsere Entmutigung ist wie weggeblasen. Der allmächtige Gott ist auf unserer Seite. Es gibt Hoffnung! Wir entscheiden, die Evangelisation am geplanten Tag, aber zeitlich verschoben stattfinden zu lassen. Nun können die Mitarbeiter und ihre Freunde kommen. Die Einladezettel müssen wir allerdings nochmals drucken. Absprachen müssen neu getroffen werden. Aber was soll`s: Der HERR ist ja in allem, was wir tun! ER hat es versprochen! Und, ER hat schließlich die Jugendevangelisation reich gesegnet...
Wie dankbar sind wir als Missionare für unsere Freunde, Bekannten und Verwandten in Deutschland, die uns in ihr Herz geschlossen haben, denen wir wichtig sind, die hinter uns stehen mit ihren Gebeten, Gaben, Geschenken,... Wir sind reich beschenkt durch Geschwister, die nachfragen „Wie geht es Euch persönlich? Wofür können wir konkret beten? “, und von denen wir wissen, daß sie unsere Anliegen regelmäßig vor Gott bringen. Wir freuen uns über alle Briefe, Karten, Emails und auch Gemeindebriefe aus Deutschland, die uns die Gelegenheit geben, ein wenig am Geschehen in der Heimat teilzunehmen. Wir sind offen für alle Neuigkeiten, die uns zum Beten für unserer Beter anregen. Denn: Wir wollen nicht nur umfasssend über unsere Missionsarbeit hier in Japan informieren, sondern auch gerne ausreichend informiert sein. Und sind dankbar, wo der Informationsfluß von Japan nach Deutschland und umgekehrt gut gelingt (J.Eymann@allianz-mission.de; http://www. eymanns.de)!
Wir sind mal gespannt, welche Überraschungen uns noch aus Good Old Germany erreichen werden...
Dank:
Für unsere Freunde, Bekannten und Verwandten in Deutschland, die auf unterschiedliche Art und Weise unsere Missionsarbeit in Japan unterstützen.
Bitte:
Daß ein guter Informationsfluß von Japan nach Deutschland und umgekehrt gelingt.
Daß noch mehr Christen die Wichtigkeit der weltweiten Missionsarbeit entdecken und Missionare in ihrem Dienst für Gott und Menschen unterstützen.
Daß noch mehr Christen sich von Gott in den Missionsdienst rufen lassen (wir beten in Japan konkret für 2 Missionarsehepaare, die in den nächsten Jahren zu unserem Missionarsteam dazustoßen). (Juni 2001
„Geh Abraham, geh; mach dich auf den Weg…“
Dieses Sonntagschullied kam uns in den Sinn, als wir über das Thema dieses Missionsbotens („Gehet hin in alle Welt…“) nachgedacht haben. Wir heißen zwar nicht Abraham, sondern Eymann, das Ziel unserer Reise war nicht Kanaan, sondern Japan; aber ein paar Parallelen lassen sich schon zwischen Abraham und uns ziehen, auch im Hinblick auf den Missionsauftrag Jesu.
Wir haben vor einigen Jahren, ähnlich wie Abraham, einen konkreten Auftrag von Gott erhalten: „Geht Eymanns, geht; macht euch auf den Weg…“, und zwar nach Japan. Daraufhin sind wir vor etwa 3 1/2 Jahren losgezogen. Wir haben unser Vaterland verlassen, Eltern, Geschwister, Verwandte, Freunde, Bekannte. Wir haben unseren Haushalt in Deutschland aufgelöst, haben unsere Sachen verpackt und in Richtung Osten verschifft. Wir haben uns auf dieses Wagnis eingelassen, weil wir uns dessen gewiß waren (und sind), daß der Gott Abrahams auch uns sicher in ein neues Land führen, uns dort segnen und zum Segen für viele Menschen setzen würde. Angekommen in Japan, hat das Hingehen, das „Schritte wagen“ erst richtig begonnen. Wir mußten lernen auf die Japaner zuzugehen, auf ihre Sprache, auf ihre Kultur, auf ihre Verhaltensregeln, auf ihre Eßgewohnheiten, usw. Wir mußten dahin gehen, wo sich die Japaner aufhalten, um mit ihnen in Kontakt zu kommen, Freundschaften aufzubauen und um ihnen von Jesus Christus zu erzählen, der uns zu ihnen nach Japan geschickt hat. Z.B. haben wir eines Tages - als sportbegeistertes Ehepaar - unseren Fußball „geschnappt“, sind in einen nahegelegenen Park gegangen und haben begonnen Fußball zu spielen. Dort haben wir uns mit zwei jungen Japanern angefreundet, die seither etwa jede Woche einmal mit uns zusammen Fußball spielen. Zu unserer Freude haben sie sich bereits einmal zu einem evangelistischen Konzert einladen lassen. Wie sie wohl auf die Einladung zu einem Glaubensgrundkurs (ab Herbst dieses Jahres) reagieren werden?
Gottes Auftrag zu folgen und in ein neues, fremdes Land zu ziehen ist, war für Abraham, und war (und ist) für uns eine große Herausforderung. Hier in Japan in den kleinen und großen Herausforderungen des Missionarsalltags zu bestehen, fällt uns nicht immer leicht. Manchmal ist das Gespräch am Telefon eine Qual, wenn wir unseren Gesprächspartner nicht sehen können, rein auf das Verstehen der Worte angewiesen sind und unser Gegenüber zudem vielleicht noch ein Handy mit vielen Nebengeräuschen benutzt. Oder: Bei Gemeindeleitungssitzungen und anderen Arbeitsgesprächen verstehen wir öfter immer noch „Bahnhof“, weil wir dem mit Fachausdrücken und kleinen, aber sehr wichtigen sprachlichen Nuancen gespickten Gesprächsverlauf nicht recht folgen können. Das zerrt besonders dann an den Nerven, wenn z.B. die Gemeindeaufbauarbeit in Minokamo, für die wir mitverantwortlich sind, das Gesprächsthema ist.
Aber: „Hast du erst mal den Schritt getan und schaust du dann zurück, dann fängst du Gott zu loben an und sprichst vom großen Glück.“ So lautet die letzte Strophe jenes Sonntagschulliedes über Abraham. Wir können den Inhalt dieser Strophe nur voll und ganz bestätigen. Gott hat uns in Japan gesegnet und unseren Dienst bestätigt. Wir haben viele gute Erfahrungen mit IHM gemacht, für die wir IHN von ganzem Herzen loben. Wir haben miterlebt, wie junge Japaner zum Glauben an Jesus Christus gekommen sind, im Glauben gewachsen sind und ihrerseits bereit sind, Jesus mit ganzem Einsatz nachzufolgen. Wir beten dafür, daß auch diese jungen japanischen Christen den Missionsauftrag Jesu für sich ganz persönlich hören; und wenn der HERR sagt: „Geh, Yumi, geh Kengo, geh Seiji, geh, mach dich auf den Weg…“ dies dann auch von ganzem Herzen tun. Wer betet mit dafür? (Juni 2000)
Hallo, mein Name ist Katsumi Okano.
Ich möchte Euch kurz davon erzählen, wie ich Christ geworden bin.
Ich bin, wie die meisten Japaner, in einem buddhistischen Elternhaus groß geworden., wobei Religion nie eine besonders große Rolle bei uns gespielt hat. Zu Christen hat meine Familie keinen Kontakt gehabt, deshalb habe ich lange Zeit nichts von Jesus und der Bibel gewußt.
Vor ein paar Jahren habe ich in meiner Firma eine nette junge Frau (Hatsuko) kennengelernt, die den Leuten davon erzählt hat, daß sie Christ sei. Die Leute von meiner Firma haben versucht, uns in Kontakt zueinander zu bringen, da Hatsuko (wie ich) noch nicht verheiratet war.
Da ich Hatsuko sehr sympatisch fand, habe ich mit ihr verabredet. Wir haben einen netten Abend miteinander verbracht. Sie hat mir gleich erzählt, daß sie Christ sei und nur einen Christ heiraten würde. Ich fand das komisch. Sie hat mich eingeladen, doch mal eine christliche Veranstaltung zu besuchen, um zu wissen, wer Christen sind und an was Christen glauben. Zunächst war ich sehr skeptisch und wollte absolut nicht. Aber Hatsuko zuliebe habe ich mal an einem Gottesdienst teilgenommen und immer wieder mal mit ihr über die Bibel gesprochen. Nach und nach bin ich öfter mal zum Gottesdienst gegangen, allerdings meist nur wenn die Predigt vorbei war. Die hätte ich sowieso nicht verstanden. Überhaupt war das alles sehr fremd für mich. Die Leute dort in der Gemeinde waren zwar nett, auch die Ausländer (u.a. Jörg und Dorothea); aber ich war sehr skeptisch.
Es gab ein großes Problem in meinem Leben. Mein Vater und mein älterer Bruder haben vor etlichen Jahren Selbstmord begangen. Ich konnte damit einfach nicht fertig werden. Ich konnte ihnen nicht vergeben. Es war deshalb oft sehr dunkel um mich. Und ich war wahrscheinlich auch ein ziemlich finsterer Typ für meine Umwelt.
Durch Hatsuko kam Licht in mein Leben, aber mit Jesus wollte ich nichts zu tun haben. Den hielt ich mir auf Distanz. Da Jesus aber für Hatsuko so wichtig war, gab es immer wieder Diskussionen und sogar Streit. Und wir wollten die Beziehung auflösen, beschlossen aber es noch einmal miteinander zu versuchen. Ich ging nun regelmäßig am Sonntag in die Gemeinde, kam sogar schon pünktlich zur Predigt. Später habe ich dann schon an der Kinderstunde vor dem Gottesdienst teilgenommen, weil ich da endlich mal was verstanden habe.
Mit der Zeit spielte ich mehr und mehr mit dem Gedanken, Christ zu werden. Wußte aber nicht genau wie. Ich habe immer irgendwie auf ein besonderes Zeichen von Jesus gewartet. 1998 im Sommer bin ich mit Hatsuko zu einer besonderen christlichen Veranstaltung gefahren, die sie Evangelisation nannten. Ich war sehr angesprochen von der Predigt und habe am Ende der Veranstaltung mit dem Redner noch länger geredet. Er hat mir erklärt, wie ich Christ werden könnte. Ich habe das erste Mal konkret mit Jesus gesprochen. Habe ihm gesagt, daß ich Christ werden wollte. Und habe ihn gebeten, mit dem Selbstmord meines Vaters und Bruders fertig zu werden Und ihr werdet es nicht glauben: Jesus hat mir wirklich geholfen. Er hat das Dunkel weggenommen. Ich konnte ihnen vergeben. Jesus hat mir diese Last abgenommen. Ich bin ein richtig glücklicher Mensch geworden. Ich kann es bis heute kaum glauben.
Hatsuko und ich haben dann im Frühjahr 1999 geheirat. Wir haben bereits ein Baby (Asee) und sind ein glückliches Ehepaar. Zudem arbeiten wir fest in der Gemeinde mit und wünschen uns sehr, daß auch unsere Familienangehörigen und Freunde Christen werden. Wer betet mit dafür?
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