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Inazawa, Dezember 2004

Hallo Ihr Lieben!

  Vom 28.9.-5.10. fand in Pattaya/Thailand das internationale "Forum für Weltevangelisation" statt. Zusammen mit mehr als 1.500 anderen christlichen Leitern und Mitarbeitern aus weit über 100 Ländern hatte ich (Jörg) das Privileg, an dieser Großkonferenz (veranstaltet von der Lausanner Bewegung für Weltevangelisation) teilzunehmen.
  Neben vielen anderen Erlebnissen hat mich besonders der Auftritt von Joni Eareckson-Tada - einer amerikanischen Christin, die seit einem tragischen Badeunfall vor 37 Jahren querschnitts- gelähmt ist, - beeindruckt und ermutigt. Während ihres sehr bewegenden Beitrags sagte sie mehrmals nachdrücklich: "Bitte vergeßt nie. Gott ist immer auf der Seite der Schwachen, Kranken, Hilflosen. Und er widersteht immer den Hochmütigen!" Dieser Satz saß bei mir. Spontan dachte ich: Dann gibt es Hoffnung. Dann gibt es Hoffnung für die kranke japanische Gesellschaft. Dann gibt es Hoffnung für die vielen innerlich verletzten Jugendlichen. Dann gibt es Hoffnung für die kleinen japanischen Gemeinden. Gott steht auf unserer Seite, hier in Japan. Wir sind schwach, begrenzt, wir brauchen Gottes Hilfe. Auch wir Missionare! Und, der HERR dieser Welt gebraucht uns mit unseren Begrenzungen. SEINE Kraft und Macht wird durch uns schwache und unvollkommene Menschen hindurch sichtbar werden. Was für eine starke Ermutigung, was für ein Trost, was für eine Hoffnung!

  Gott kam ja selbst als schwaches, hilfloses Kind auf diese Welt. Der Heiland dieser Welt wurde in einem Stall geboren. Jesus kommt in unsere Welt und teilt unser Leben mit allen seine Begrenzungen, Problemen und Nöten. ER stellt sich mit seiner Liebe zu den Schwachen, zu denen, die seine Hilfe brauchen und sich demütig nach dieser ausstrecken. Daß wir dies hier in Japan und Ihr auch in Deutschland gerade in der Weihnachtszeit neu entdecken und erleben, wünschen wir uns sehr.



"Weihnachten" in Japan

  Bei "Weihnachten" denken die meisten Japaner vor allem an Erdbeerkuchen, Geschenke, romantische Gefühle und an den "Santa Claus" (Weihnachts- mann). Zudem ist auch der "Christmas Sale" (Weihnachtsschlußverkauf) wichtig. Aber es gibt keine Weihnachtsfeiertage und irgendwie ist "Weihnachten" nur der Auftakt für das Neujahrsfest, das mehrere Tage groß gefeiert wird und der Höhepunkte des Jahres ist.

  Daß Weihnachten etwas mit Jesus Christus und seiner Geburt zu tun hat, haben manche Japaner schon mal irgendwo gehört, aber meist mehr auch nicht. Allerdings, gerade in der Weihnachtszeit lassen sich viele Japaner gerne zu christlichen Weihnachts- veranstaltungen einladen. Besonders die festliche Atmosphäre dieser Veranstaltungen ist für sie anziehend. Eine wunderbare Gelegenheit, daß sie mehr über die wahre Bedeutung von Weihnachten erfahren und dem Heiland dieser Welt begegnen.






Weihnachten im "Hope"

  Natürlich finden auch im Jugendzentrum "HOPE" besondere, evangelistische Weihnachts- veranstaltungen statt:
  Zum einen am 10.12. unsere "amerikanische Weihnachtsparty" mit weihnachtlichen Spielen und Liedern, einem Anspiel und Essen aus den USA. Ein US-Amerikaner, der wie wir als Missionar gezielt unter jungen Japanern evangelisiert, wird uns mit einem Team bei dieser Party unterstützen.
  Am 18.12. laden wir dann zur "deutschen Weihnachtsparty" ein mit Plätzchen backen, Weihnachtsschmuck basteln, deutscher Weihnachtsmusik, Krippenspiel, u.a.



Betet doch bitte dafür, daß viele junge Japaner ihre Schwellenangst überwinden und zu diesen beiden Feiern kommen. Betet bitte, daß ihnen die Weihnachtsbotschaft tief zu Herzen geht und ihr Leben auf den Kopf stellt. Zudem veranstalten wir am 11.12. - zusammen mit der Gemeinde Inazawa - eine Weihnachtsfeier für Kinder. Am 24.12. ist in der Gemeinde der traditionelle "Kerzenlichtergottesdienst", zu dem letztes Jahr sehr viele neue Leute gekommen sind. Betet bitte, daß der HERR auch hier viele offene Herzen schenkt. Danke!

1 Jahr Jugendzentrum "HOPE

Das erste Jahr hier im Jugendzentrum "HOPE" ist wie im Flug vergangen und es ist gar nicht so leicht, die vielen Erlebnissen, Eindrücke und Gedanken dazu in wenigen Sätzen zusammenzufassen. Zunächst einmal: Unser HERR hat uns sichtbaren Segen geschenkt. ER hat uns mit den nötigen finanziellen Mitteln versorgt. Viele Beter in Deutschland und in Japan tragen die missionarische Arbeit des Jugendzentrums geistlich mit. Wir haben auch schon ein paar japanische Mitarbeiter für die Arbeit gewonnen; Kurzzeitmissionare aus Deutschland sind uns eine große Stütze. Ein deutsches Missionteam hat im Juni für 2 Wochen besondere Farbe in unser Programm gebracht,...

Über 150 junge (und auch einige ältere) Japaner sind wenigstens einmal zu einer der Veranstaltungen des Jugendzentrums gekommen; viele von ihnen haben so das erste Mal etwas von Jesus und seiner Liebe zu uns Menschen gehört. Ein paar von ihnen haben sich für Jesus geöffnet, haben angefangen in der Bibel zu lesen. Sie stehen vor der Entscheidung, ob sie ganze Sache mit Jesus machen wollen, oder haben bereits begonnen, mit Jesus zu leben.

Vor allem auch Kinder aus buddhistisch- schintoistischen Elternhäusern kommen. Sie wohnen in der Nachbarschaft und ihr erstes Interesse gilt dem Englischunterricht im Kindertreff. Aber auch bei dem biblischen Programmteil sind sie voll dabei, singen kräftig bei den Liedern mit und hören den biblischen Geschichten gespannt zu.
Auch unser Sportangebot hat sich zum Renner

entwickelt. Auch hier kommen viele Kinder, zudem auch Teenies und junge Erwachsene und haben viel Spaß bei Sport und Spiel. Allerdings ist vieles auch unsichtbar geblieben. Nur wenige, regelmässige Besucher kommen bisher zu unseren offenen Jugendtreffen (freitagabends bzw. samstagnachmittags). Bei besonderen Veranstaltun- gen (Eiscremeparty, Grillfest,...) ist unser Haus teils zum Bersten voll gewesen, aber nur wenige neue Besucher kamen ein 2./3. Mal. Was müssen wir verändern, damit das Jugendzentrum noch anziehender für sie wird? Und: Wie können wir noch mehr junge Japaner erreichen?
Seit Neuestem bieten wir mittwochs eine offene Veranstaltung mit (Englisch)Hausaufgabenhilfe, Spielangebot (TT, Kicker,...), Snacks,... an. Betet bitte dafür, daß wir hierdurch neue, tiefer gehende Kontakte zu jungen Japanern knüpfen können. Bitte betet, daß wir insgesamt die richtigen Wege gehen und junge Japaner wirkliches Leben durch Jesus finden. Dafür wollen wir auch im 2. Jahr hier im Jugendzentrum "HOPE" arbeiten.

Danke!!

Zum Schluß dieses Rundbriefes und des Jahres 2004 bleibt uns nur noch, herzlich "Danke!" zu sagen für alle liebevolle Unterstützung unserer Missionsarbeit auch in diesem Jahr. Danke für Eure Gebete, Briefe, Anrufe, Emails, Päckchen,... und auch für Eure Spenden.

Eine gesegnete Advents- und
Weihnachtszeit
wünschen Euch

Jörg & Dorothea

Habt Ihr schon gewußt…

daß es in Japan an Sylvester kein Feuerwerk gibt und auch keine Feuerwerkskörper verkauft werden. Die kann man hier dafür in der Sommerzeit an jeder Straßenecke kaufen. Denn für die Japaner macht ein Feuerwerk erst so richtig Spaß, wenn es draußen warm ist und man noch dazu eine Party feiert. Dann können sie nicht genug davon bekommen! :)


Zum Ausdrucken diesen Rundbrief als .pdf - u. .doc - Datei
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fuer die Arbeit von D. & J. Eymann
www.allianz-mission.de/


D.&J. Eymann
Shomeiji 1-1-8,
Inazawa-Shi
492-8145 Aichi-Ken,
Japan
Tel./Fax.:
(0081-587)23 88 14

www.eymanns.de
www.hope-youthcenter.com

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