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Habt Ihr schon gewusst…
... ... daß der Hokkaido-Kürbis,
den es zur Zeit in vielen
Supermärkten gibt, aus
Japan kommt? Hokkaido ist
die nördlichste Insel Japans,
die vom Klima und der
Landschaft her, sehr stark Deutschland
ähnelt. Übrigens wird Hokkaido nicht
„Hokka-ido“ ausgesprochen, sondern
„Hokkeido“, das „ai“ spricht man
zusammen aus - wie das deutsche „ei“. In
Japan gibt es das ganze Jahr über diesen
leckeren Kürbis („kabocha“ auf Japanisch)
– dort ist aber die Schale meist grün.
Habt Ihr schon gewusst…
... daß der Pachinko eine Mischung aus Geldspielautomat und senkrechtem Flipperautomat ist, der in Japan sehr populär ist. Pachinko wird von Männern und Frauen gleichermaßen gespielt. Die oft bunt gestalteten Pachinko-Spielhallen mit Dutzenden, teilweise auch Hunderten von Automaten finden sich heute überall in Japan. Der Geräuschpegel durch die Spielautomaten, durch Musik und Durchsagen (große Gewinne, Sonder- aktionen) ist meistens sehr hoch. Etwa 15 Mio. Japaner suchen die Pachinko-Hallen regelmäßig auf. Sie geben jährlich ca. 250 Milliarden Euro für das Pachinko-Spiel aus.
Habt Ihr schon gewusst…
…daß es hier in Japan im Herbst teils absoluten Bananenmangel gab. Der Grund war, daß über die Medien dafür geworben wurde, eine Bananendiät zu machen. Daraufhin stürzten sich vor allem die japanischen Frauen geradezu auf die Bananen, so daß es teils kaum mehr welche gab, außer zu horrenden Preisen. Ein weiteres Beispiel dafür, welche starke Gruppendynamik hier in Japan herrscht.
Habt Ihr schon gewusst…
…daß es in Japan neben der
weltbekannten Fastfoodkette McDonald`s
auch ein japanisches
Äquivalent gibt? Diese
Kette heißt MOS
BURGER und hat
natürlich - wie sich das
für Japan gehört - auch Reisburger im
Angebot. Statt einem Brötchen gibt es
einfach oben und unten gebratenen Reis. Echt lecker!
Habt Ihr schon gewusst…
... dass „Anime“ (= in Japan produzierte
Animationsfilme, ähnlich wie Zeichentrickfilme)
ein fester Bestandteil des
japanischen Kulturgutes sind, die
von Alt
und Jung gleichermaßen gerne gesehen werden. Die Bedeutung
der Anime in Japan kann man an der Tatsache erkennen, dass die
drei (bis 2003) erfolgreichsten Kinofilme in Japan Anime sind:
Prinzessin Mononoke, Pokémon: Der Film und Chihiros Reise ins
Zauberland. Zudem ist die Unterhaltungsindustrie in Japan, die
Anime wie Manga produziert, mit 80 Milliarden Euro Umsatz im
Jahr wirtschaftlich bedeutend.
Habt Ihr schon gewusst…
…daß Baseball die Sportart Nr. 1 in Japan
ist. Überall kann man in den Schulen und
in den Parks Kinder, Jugendliche und
Erwachsene beim Baseballspielen
beobachten. Dabei ist Baseball vor allem
ein Sommersport. Fast jeden Tag gibt es
im Fernsehen Spiele zu sehen, die manchmal ziemlich lang und
auch langweilig sein können. Übrigens gewann Japan im Jahr
2006 die erste Austragung der World Baseball Classic, der ersten
offiziellen Baseball-Weltmeisterschaft.
Habt Ihr schon gewusst…
…daß es einen Autoaufkleber für über 70-jährige Verkehrsteil- nehmer gibt, das sogenannte „Herbstblätter-Symbol“ („kouyou-
mark“). Wer über 70 ist, kann sich den auf sein Auto aufkleben (ist aber nicht dazu verpflichtet) und sagt damit „bitte sei etwas nachsichtiger mit meiner Fahrweise“, oder „es tut mir leid, dass ich vielleicht etwas langsamer fahre“.
Übrigens gibt es auch einen Autoaufkleber für Fahranfänger, das „junge Blätter- Symbol“ („wakaba-mark“). Dieses Symbol muß mindestens 1 Jahr lang am Auto sein.
 Habt Ihr schon gewusst…
…daß in Japan in der schwülheißen Sommerzeit bestimmte Gerichte kalt serviert werden. Eine besondere Delikatesse sind z.B. Soba-Nudeln (dünne, leicht bräunliche Buchweizennudeln), die in heißem Wasser gekocht, dann in kaltem Wasser gekült und anschließend auf einem Bambussieb (auf Eis) angerichtet werden. Die Soba-Nudeln werden nun in eine Souce aus Soya, Essig, gehackte Lauchzwiebeln usw. getaucht und schlürfend gegessen. Lecker!!.
 Habt Ihr schon gewusst…
...dass Japan zu den Ländern zählt, wo im Winter am meisten Schnee fällt. Vor allem im Norden und Nordosten und in den Gebirgsregionen Japans fällt im Winter meterweise Schnee. In den schneereichen Regionen haben die Häuser daher auch einen Ausgang im ersten Stock, da der normale Ausgang im Erdgeschoss teils den ganzen Winter über zugeschneit ist. Zudem kann man im Früjahr an Bustouren teilnehmen, bei denen die Busse über weiterhin tief verschneite Bergpässe fahren. Dabei haben die Schneehöhen an den Straßenseiten ungefähr 2-3 (!) fache Bushöhe.
Habt Ihr schon gewusst…
daß sich die japanische Inselwelt über 22 Breitengrade vom 24-46 Breitengrad nördl. Breite erstreckt (Deutschland dagegen vom 47-55 Breiten- grad nördl. Breite). Wir wohnen hier in der Mitte Japans (nördlich von Nagoya) ca. auf dem 35. Breitengrad. Damit liegen wir ungefähr auf der Höhe von Tunis (Nordafrika). Hier auf der Pazifikseite Japans gibt es milde, trockene Winter und schwülheisse Sommer. Der Temperatur-Monatsmittelwert in Nagoya liegt im Januar bei 5,5 oC, im August bei ca. 28 oC (in Frankfurt bzw. München im Januar bei ca. 0 oC bzw. - 2 oC, im August bei ca. 18 oC). Die Niederschlagsmenge liegt bei uns bei ca. 1.500 mm/Jahr (im Vergl. dazu in Frankfurt/M. bei ca. 650 mm/J., in München bei ca. 950 mm/J.). In anderen Gegenden Japans fällt noch wesentlich mehr Regen (gerade in der Taifunzeit).
Habt Ihr schon gewusst…
daß es in Japan an Sylvester kein Feuerwerk gibt und auch keine Feuerwerkskörper verkauft werden. Die kann man hier dafür in der Sommerzeit an jeder Straßenecke kaufen. Denn für die Japaner macht ein Feuerwerk erst so richtig Spaß, wenn es draußen warm ist und man noch dazu eine Party feiert. Dann können sie nicht genug davon bekommen! :)
Habt Ihr schon gewusst…
…daß man, um eine japanische Toilette zu benutzen, in die Knie gehen und die Balance halten muß, was ungeübten “Ausländern” oft einige Mühe bereitet.
Wer in einem Privathaus das WC benutzt, sollte in spezielle WC-Pantoffeln wechseln. Allerdings darf man beim Verlassen der Toilette nicht vergessen, in die normalen Pantoffeln zurückzuwechseln.
Habt Ihr schon gewusst…
...dass in Japan etwa 1 Million Menschen als "Hikikomori" leben: "Hikikomori" heisst, dass sich diese Menschen selbst isolieren, kaum noch ausser Haus gehen, in ihrer eigenen Welt leben und selbst mit ihrer Familie kaum noch kommunizieren. Neulich redeten wir mit einer jungen Frau, deren 15jähriger Bruder so ein "Hikikomori" ist. Er geht schon seit 3 Jahren nicht mehr zur Schule - weil er dort gehänselt wurde - sitzt zu Hause, liest Comics, schaut Fernsehen, spielt Videospiele und geht 1 Mal am Tag nach draussen, um etwas spazierenzugehen. Das wars! Ist das nicht eine Verschwendung eines Lebens, das in Gottes Augen so wertvoll ist?
Habt Ihr schon gewusst…
daß in Japan über 60%
der gedruckten Veröffentlichungen "Mangas" (japanische Comics) sind. Man sagt, dass mehr Papier gebraucht wird, um "Mangas" zu drucken, als dies für Toilettenpapier nötig ist. Der eigentliche Begriff "Manga" setzt sich aus dem japanischen "man" (="spontan, ziellos") und "ga" (="Bild, Zeichnung") zusammen. "Mangas" werden billig produziert, haben meist nur ein sehr (!) geringes Niveau, werden oft auf dem Weg zur Arbeit/Schule gelesen und danach weggeschmissen. Jährlich werden in Japan etwa 2 Milliarden Exemplare abgesetzt (das entspricht etwa 15 Heften pro Einwohner)
Habt Ihr schon gewusst…
daß Japan und Deutschland
von der Fläche her ungefähr gleich groß sind. Doch während in Deutschland nur 82 Millionen Menschen leben, sind es in Japan 127 Millionen. Zudem hat Japan viel Gebirge, das nicht bewohnbar oder kultivierbar ist, so daß die Fläche, auf der die 127 Millionen Japaner leben etwa so groß ist wie Bayern!!!
Habt Ihr schon gewusst…
daß die meisten Japaner selbst zum Frühstück Reis essen. Pro Jahr isst der Japaner ca. 65kg Reis. Der japanische Reis ist eine klebrige Kurzkornsorte, der gut mit Stäbchen zu essen ist und wirklich ausgezeichnet schmeckt. Mitte bis Ende Mai ist die Zeit, in der der Reis gepflanzt wird, auch heute noch oft in Handarbeit.
Zu der Vielzahl von Nahrungsmittelprodukten, die traditionell aus Reis hergestellt werden, zählen Reis-Cracker (sembe), Reiskuchen (mochi), Reisbällchen (onigiri), Reiswein (sake) und mirin, ein süßer Kochwein.
Wie wichtig Reis für den Japaner ist, zeigt sich darin, daß das japanische Wort für "Reis" (gohan) nicht nur das Wort für "Reis", sondern auch allgemein für "Essen" ist.
Habt Ihr schon gewusst…
...dass die meisten Japaner nicht in Betten, sondern auf einem "Futon" schlafen. Ein Futon ist eine
zusammenfaltbare Matratze, die man leicht während des Tages nach dem Auslüften in eine eingebaute
Schrankwand ("oshiire") verstauen kann. Den Futon breitet man zum Schlafen dann wieder aus und zwar in
einem mit Reismatten ("tatami") ausgelegtem Raum. Ein "tatami"-Boden ist nicht so hart wie ein normaler
Fussboden. Übrigens schlafen wir auch auf Futons und wir möchten es auf keinen Fall missen. Wir empfinden
es als ausgesprochen angenehm. Ob wir uns wohl wieder an die (weichen) deutschen Betten gewöhnen
können?
Habt Ihr schon gewusst…
...was das, nun schon zur Tradition gewordene, Weihnachtsessen in Japan ist? Das ist der Weihnachtskuchen (meist Erdbeerkuchen).
Zudem ist Weihnachten ein stark kommerzialisiertes Fest, viele Geschäfte bieten vor und nach Weihnachten einen besonderen Ausverkauf an. Doch von der wahren Bedeutung von Weihnachten wissen leider viel zu wenige Japaner etwas.
Habt Ihr schon gewusst…
Zeit
Die Zeitdifferenz zwischen Japan und der Mitteleuropäischen Zeitzone (MEZ) beträgt plus acht bzw. plus sieben Stunden (in der Sommerzeit). Zur Greenwich Mean Time (GMT) müssen ganzjährig neun Stunden addiert werden.
aus: http://www.travelchannel.de/reiseziele/asien/japan/vorbereitung.html
Deutsche Botschaft (Doitsu Taishikan) Homepage: http://www.germanembassy-japan.org
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